Radioaktivitätsmessnetz Deutschland

Beschreibung

Vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichte Messergebnisse der radioaktiven Strahlung in Deutschland.

Im weltweiten Vergleich gilt Deutschland als sehr kritisch eingestelltes Land gegenüber der Atomkraft. Hier hat in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren die Anti-Atomkraftbewegung begonnen, nach dem Reaktorunfall von Fukushima ist Deutschland das weltweit erst zweite Land, das nach der Inbetriebnahme von Kernkraftreaktoren einen Ausstieg aus der Technologie beschlossen hat. Als erstes Land hatte Italien bereits 1986 nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl seine vier Atomkraftwerke abgeschaltet und bis heute nicht wieder ans Netz gelassen.

Radioaktivität ist aber auch in der freien Natur nicht so ungewöhnlich. Viele Stoffe haben eine ganz natürliche Strahlung, die für ein radioaktives Grundrauschen sorgt. Von daher muss man sich nicht allzu große Sorgen machen, wenn man sich die Radioaktivitäts-Messwerte des Bundesamtes für Strahlenschutz ansieht. Eine Belastung von 0,05 µSv/h und 0,2 µSv/h (Die Einheit heißt ausgesprochen Millisievert pro Stunde) gilt als normal.

Zum Schutz der Bevölkerung hat das Bundesamt für Strahlenschutz verteilt über ganz Deutschland zahlreiche Messstationen aufgestellt, die rund um die Uhr die radioaktive Belastung messen. Diese Messergebnisse werden sehr transparent auf der Webseite des Bundesamtes auf einer Deutschlandkarte angezeigt. Alle Messstationen werden als farbige Punkte dargestellt, wobei die Farben bereits die Höhe der Strahlenbelastung zeigen. Bei MouseOver wird der Ortsname der Messstation angezeigt, sodass man schnell die Ortsdosisleistung ODL ermitteln kann.

Fazit: So muss Transparenz von Behörden funktionieren. Alle aktuellen Messwerte jederzeit und für jeden einsehbar, dazu eine Fülle von Hintergrundinformationen zur Bewertung der Messwerte.

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